Märchen und Sagen

In dieser Rubrik wird mit Märchen, rund um die Dichtheitsprüfung von Abwasseranlagen aufgeräumt.

Wahrheiten und Halbwahrheiten werden oftmals als Argument genommen um das Thema tot zu reden.

Hier einige Dinge, die uns im Alltag aufgefallen sind:

Dichtheitsprüfungen zerstören die Leitungen?

Fakt ist:
Die Füllhöhe bei einer Wasserfüllstandsprüfung beträgt maximal 0,50 Meter. Dies entspricht 0,05 bar.
Tatsächlich findet man dazu in der Praxis kaum örtliche Gegebenheiten (schon gar nicht in den Gebäuden selbst), die größere Füllhöhen und damit Drücke ermöglichen würden. Daher sind Aussagen, dass Prüfungen mit Drücken von 5 bar und mehr erfolgen würden, falsch.

 

Fakt ist:
Die Leitungen werden i. d. R. sogar nur bis zur Höhe des tiefsten Entwässerungspunktes (Bodenablauf im Keller) im Gebäude mit Wasser gefüllt.
Das entspricht dem Zustand bzw. Druck, der beim Auskippen des Wischeimers in den Bodenablauf entsteht. Kippt man diesen ins höher gelegene Waschbecken, so ist dieser ausgeübte Druck sogar höher als der tatsächliche Prüfdruck. Das Leitungen oder Rohrverbindungen durch die Befüllung zur Dichtheitsprüfung erst schadhaft werden, ist daher widersprüchlich.

 

Werden also bei Dichtheitsprüfung Schäden erkannt, so sind diese nicht auf die Prüfung als Verursacher zurückführen.

Reinigen macht die Leitung kaputt ?